Unser Fruchtlexikon

Erdbeere

Von der Erdbeere (Fragaria) gibt es 20 Arten in den gemäßigten Zonen der
Nordhalbkugel und eine Art in Chile. Die von Alpe Pragas angebaute und
verwendete Sorte Senga Sengana ist mittelfrüh reifend mit mittelgroßen,
dunkelroten Früchten und wurde um 1950 von Reinhold von Sengbusch
gezüchtet. Erdbeeren enthalten so viel Vitamin C, dass 150 g davon den
Tagesbedarf decken. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen oder
Zitronen. Außerdem haben sie von allen Obstsorten den höchsten Gehalt
an Mangan. Darüber hinaus sind sie reich an Folsäure, Kalzium, Magnesium
und Eisen.
 
Himbeere

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine Pflanzenart, die überall in der
nördlichen Hemisphäre verbreitet und an Waldrändern und Lichtungen zu
finden ist. Man unterscheidet zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren. Die
von Alpe Pragas verwendete Sorte „Willamette“ gehört zu den
Sommerhimbeeren und zeichnet sich durch ihr besonders intensives Aroma
aus. Die Früchte weisen einen Vitamin-C Gehalt von 25 mg/100 g auf.
Ferner enthalten sie Vitamin A, Biotin und das Flavanoid Rutin.
 
Johannisbeere

Die Johannisbeere (Ribes) gehört zu den Stachelbeergewächsen und ist ein
europäisches Beerenobst. Da die Früchte gewöhnlich am Johannitag, dem
24. Juni reif sind, tragen die Pflanzen den Namen Johannisbeere. Es gibt
die rote Johannisbeere (Ribes rubrum) und die schwarze Johannisbeere
(Ribes nigrum). Die weiße Johannisbeere ist eine Zuchtform der roten
Johannisbeere. Die schwarze Johannisbeere hat von allen Gartenfrüchten
den höchsten Vitamin-C Gehalt. Ihre besonders intensiv duftenden Blüten
werden auch zur Parfümherstellung verwendet.
 
Stachelbeere

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) ist ein zu den Stachelbeergewächsen
gehörender, winterkahler Strauch Nord- und Mitteleuropas. Die saftigen
Beeren haben einen Durchmesser von etwa 10 - 20 mm. Es gibt sie in
vielen Sorten mit roten, grünen und weißen Früchten, die alle säuerlich
schmecken. Stachelbeeren enthalten sehr viel Vitamin C, weitere Vitamine
sowie Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind reich an
Silizium und wirken somit stärkend auf das Bindegewebe.
 
Heidelbeere

Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist eine Pflanzengattung aus der
Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) mit etwa 100-150 Arten. Die
am weitesten verbreitete und von Alpe Pragas verwendete Art ist die wild
wachsende Heidelbeere "Vaccinium myrtillus". Die Waldheidelbeere
gedeiht von den Alpen bis zum nördlichen Polarkreis und darüber hinaus.
Die Früchte enthalten sehr viel Karotin, Vitamin B6, Vitamin C sowie
Magnesium. Sie färben aufgrund der enthaltenen Anthocyane beim Verzehr
den Mund und die Zähne rot bis blau. Anthocyane sind auch für ihre
antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.
 
Preiselbeere

Die Preiselbeere (Vaccinium vitis idaea), ist eine Pflanze aus der
Gattung der Heidelbeeren. Da die Preiselbeere unempfindlich gegen Frost
ist (bis zu -22 °C werden vertragen), kommt sie weltweit in der
nördlichen Hemisphäre vor - von der nördlich gemäßigten Zone bis in den
arktischen Bereich. Die wegen ihres herbsauren Geschmacks nur selten roh
gegessenen Früchte sind äußerst gesund. Neben Vitamin C finden sich
auch die Vitamine B1, B2, B3 und Beta-Karotin (Vitamin A), an
Mineralstoffen vor allem Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphat. Die
von uns verwendete Preiselbeere stammt aus der Wildsammlung und wird vor
allem im alpinen und skandinavischen Raum wegen ihres herben und
intensiven Geschmacks geschätzt.
 
Marille

Die Aprikose (Prunus armeniaca) - auch Marille genannt - gehört zur
Untergattung Prunophora der zu den Rosengewächsen zählenden Gattung
Prunus. Die Aprikose stammt aus Nordost-China, die Römer brachten sie
ca. 70 v. Chr. über Anatolien nach Europa. Aprikosen werden vor allem in
den Mittelmeerstaaten wie Italien und Spanien angebaut. Es gibt auch
nördlicher gelegene Anbaugebiete, wie im Südtiroler Vinschgau, von wo
wir unsere Marillen beziehen. Marillen haben einen besonderen Nährwert.
Der Gehalt an Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen sowie an den Vitaminen
B5, Vitamin C und vor allem an Provitamin A ist so hoch wie bei kaum
einer anderen Frucht.
 
Kirsche

Die Sauerkirsche, auch Weichsel (Prunus cerasus) genannt, ist eine
Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Sie unterscheidet sich
von der Süßkirsche (Prunus avium) durch drüsenlose, härtere Blätter und
kleine an der Basis des Blütenstands. Der Säuregehalt der Sauerkirschen
besteht fast ausschließlich aus Äpfelsäure. Daneben kommen sehr geringe
Konzentrationen an Zitronensäure vor. Kirschen haben außerdem einen
hohen Gehalt an Vitamin A. Die Sauerkirsche hat einen hohen Stellenwert
insbesondere in der Prävention von Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Für die
menschliche Ernährung kann die Sauerkirsche eine Grundlage für die
Versorgung mit antioxidativ wirksamen Phenolen darstellen.
 
Hagebutte

Als Hagebutten (Rosa canina) bezeichnet man die Früchte verschiedener
Rosen-Arten. Die Hagebutte ist eine Sammelfrucht, die viele kleine Nüsse
enthält. Das Fruchtfleisch der im Spätherbst geernteten Früchte
entsteht aus dem fleischigen Blütenboden, ist süßsauer und reich an
Vitaminen. Die Früchte sind bekannt wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin
C, sie enthalten aber auch die Vitamine A, B1, B2 und Mineralstoffe.
Somit beugen Hagebutten Erkältungs- und Infektionskrankheiten vor und
festigen die Gefäße, z. B. bei Venenleiden, helfen bei Zahnfleischbluten
und Parodontose und verbessern die Sauerstoffversorgung der
Körperzellen. Hagebutten sind somit ein ausgezeichneter Schutz vor
freien Radikalen.
 
Brombeere

Die Brombeere (Rubus fruticosus) gehört zur umfangreichen Familie der
Rosengewächse. Man teilt die Brombeeren in zwei große Gruppen ein, die
echten Brombeeren und die Haselblatt-Brombeeren. Die Brombeere ist in
den gemäßigten Zonen von Europa, Nordafrika, Vorderasien und Nordamerika
beheimatet. Brombeeren sind eine gute Quelle für die Vitamine A und C,
sie enthalten Kalium, Magnesium und Kupfer. Brombeeren fördern die
Blutbildung und helfen bei Fieber.
 
Zwetschge

Die Zwetschge (Prunus domestica) gehört zur Familie der Rosengewächse
und zählt zum Steinobst. Die ursprünglich aus Kleinasien stammende
Kulturpflaume wurde schon vor 2500 Jahren in Griechenland nachweislich
kultiviert und kam im 2. Jahrhundert v. Chr. nach Italien. Aufgrund der
umfangreichen B-Vitamine gilt diese Steinobstart als Nervenstärker und
Leistungsförderer. Zusammen mit den reichlich enthaltenen Ballaststoffen
fördert die Pflaume das psychische und physische Wohlbefinden. Pflaumen
liefern außerdem hohe Mengen an Kalium.
 
Quitte

Die Quitte (Cydonia oblonga) ist die einzige Art der Gattung Cydonia,
die zur Unterfamilie Kernobstgewächse der Familie der Rosengewächse
gehört. Quitten stammen ursprünglich wahrscheinlich aus Transkaukasien
und sind als eine der ältesten Obstarten seit Jahrtausenden in
Südosteuropa beheimatet. Heute werden Quitten vor allem in Südwestasien,
sowie in Süd- und Mitteleuropa kultiviert. Quitten werden in Apfel- und
Birnenquitten unterschieden. Die Quitte ist für den Rohverzehr im
Allgemeinen nicht geeignet, da sie sehr hart und durch die Gerbstoffe
wenig schmackhaft ist. Die Erntezeit beginnt meist nach den ersten
Nachtfrösten, also vom September bis November. Die Quittenfrucht enthält
sehr viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan,
Fluor und Gerbstoffe sowie viel Pektin als ausgezeichnetes Geliermittel.
 
Kastanie

Edelkastanie (Castanea sativa) bezeichnet eine Baumart aus der Familie
der Buchengewächse (Fagaceae), sowie deren essbare Früchte. Ursprünglich
aus Kleinasien stammend, verbreitete sich die Edelkastanie im Laufe der
Zeit im gesamten Raum vom Kaukasus bis nach Portugal. Lange Zeit waren
die Kastanien ein sättigendes Grundnahrungsmittel, aus dem Mehl und Brot
hergestellt wurde. Das reichlich vorkommende Vitamin B wirkt beruhigend
auf das Nervensystem.
 
Holunder

Der Holunder (Sambucus nigra) ist eine Gattung aus der Familie der
Moschuskrautgewächse. Er enthält weltweit 30-40 Arten und kommt in
Mitteleuropa in drei Arten vor, von denen der bekannteste der Schwarze
Holunder ist. Von Mai bis Juli blühen am Strauch weiße oder leicht
gelbliche Blüten, deren frischer und fruchtiger Duft unverwechselbar und
typisch für den Holunder ist. Im August und September beginnen die
anfangs roten, später schwarzen Vitamin-C- und kaliumreichen, ungefähr
sechs Millimeter großen „Beeren“ zu reifen. Es wird sowohl aus den
Blüten wie auch den Beeren des Schwarzen Holunders Sirup hergestellt.
Holundersaft und die Holunderbeeren gelten als probate Hausmittel gegen
Erkältung. Wirkungsvoll sind die in den Früchten enthaltenen Vitamine C
und B, Fruchtsäuren, ätherischen Öle - die auch in den Blüten enthalten
sind - Flavonoide und vor allem das farbgebende Anthocyan.